Flugmodelle sind Luftfahrzeuge gemäß Luftverkehrsgesetz (LuftVG) § 1 (2) 9., die in Sichtweite des Steuerers ausschließlich zum Zweck des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben werden. Die Unterteilung in Gewichtsklassen ergibt sich aus § 1 (1) 8. (Musterzulassung) und § 6 (1) 8. (Verkehrszulassung) der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung.


Allgemeines

Beauftragung

Der DMFV ist durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen gemäß § 31c des Luftverkehrsgesetzes i.V.m. § 4a BeauftrVO mit hoheitlichen Aufgaben beauftragt worden zur Wahrnehmung nachfolgender Verwaltungsaufgaben:

1. Erteilung der Musterzulassung von Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse
von mehr als 25 kg und bis 150 kg.
2. Erteilung der Erlaubnis für Steuerer dieser Flugmodelle.
3. Erteilung der Erlaubnis für die Ausbildung der Steuerer dieser Modelle.
4. Erhebung von Kosten nach der Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung in der jeweils gültigen Fassung.

Rechts- u. Fachaufsichtsbehörde ist das Luftfahrt-Bundesamt.

Organisatorisch ist die Beauftragung direkt dem Vorstand des DMFV zugeordnet (§3 Abs. 3 Nr. 3 Einwilligungsvertrag).


2.5      Organigramm zur Beauftragung der Luftsportverbände

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Bemerkungen:
1) BMV beauftragt DMFV
2) LBA übt für BMV Rechts- und Fachaufsicht aus


Gesetzliche Grundlagen

Die Musterzulassung für Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von 25 Kilogramm bis 150 Kilogramm wird gem. § 1 Abs. 1 Nr. 8 der Luftverkehrs-Zulassung gefordert.

Nach § 9 Abs. 4 LuftGerPV erfolgen die Musterprüfung und die Stückprüfung für Flugmodelle entsprechend § 1 Abs. 1 Nr. 8 der Luftverkehrzulassungsordnung durch eine Prüfung der Übereinstimmung des Luftfahrtgerätes mit dem Stand der Technik. Hierzu hat der Halter vor dem ersten Flug das Luftfahrtgerät einer autorisierten Stelle vorzuführen und die Prüfung bescheinigen zulassen.

Den Stand der Technik repräsentieren die Lufttüchtigkeitsforderungen entsprechend der  2. DVO Luft Gerp Pv § 1 Nr. 8.

Einzubeziehen sind die zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Musterzulassung gültigen Lärmforderungen für Modelle.

§ 2 LuftVZO bestimmt, dass die Musterzulassung für Flugmodelle bis zur höchstzulässigen Startmasse von 150 Kilogramm von den Beauftragten gem. § 31 c Luft VG erteilt wird.

Nach § 6 Abs. 2 Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung bedürfen Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von 25 Kilogramm bis 150 Kilogramm keiner Verkehrzulassung, wenn deren Verkehrssicherheit nach der Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät bestätigt ist.

Musterzulassung für Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von 25 kg bis 150 kg nach § 1 Abs. 1 Nr. 8 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO) vom 10.07.2008

Durchführung der Muster- und Stückprüfung (von Flugmodellen) gemäß § 9 Abs. 4 Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgeräten (LuftGerPV) vom März 2002

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beauftragte den DMFV nach § 31c des Luftverkehrsgesetzes und gemäß Punkt 1. des §4a BeauftrV Durchführung von Musterzulassungen.

Die Beauftragung gilt für folgende Flugmodelle:
– Motorgetriebene – Flächen- und Hubschrauber – Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von 25 kg bis 150 kg.

Verfahrensablauf der Musterzulassung (für den Antragsteller)

1. Formloser Antrag an die DMFV Geschäftsstelle
2. Zusendung der Antragsunterlagen durch den DMFV
3. Prüfung der Unterlagen nach Rücksendung
4. I. Gebührenbescheid
5. Festlegung des Nachweisumfangs und Zusammenstellung der Unterlagen über Angaben und Nachweise
6. Zusendung der Unterlagen über Angaben und Nachweise zur Musterzulassung an den Antragsteller
7. Erstellung der Nachweise durch den Antragsteller gemäß Absprache mit dem Fachreferenten für Zulassungsverfahren beim DMFV
8. Nach Vorlage und Prüfung der Nachweise => Festlegung des Prüfprogramms und des Prüftermins für die Feststellung der Lufttüchtigkeit in Absprache mit dem Antragsteller (Sichtprüfung / Abnahmeflüge)
9. Vorbereitungen zum Erstflug

a.)   Beantragung des Kennzeichens

b.)   Beantragung der Haftpflichtversicherung

c.)   Erwerb der Erlaubnis für Steuerer

d.)   II. Gebührenbescheid

1. Durchsicht und Prüfung des Flugbuches / Betriebshandbuches
2. Durchführung der Abnahme

e.)   Sichtprüfung gemäß Checkliste

f.)    Prüfung des Flugmodells auf Übereinstimmung mit den eingereichten Unterlagen

g.)   Feststellung des Gewichtes / der Einzelgewichte

h.)   Festigkeitsnachweis / Belastungstest

i.)    Kontrolle des Versicherungsnachweises (Erlaubnis für Steuerer)

j.)    Durchführung der Schallmessung

k.)   Abnahmeflüge gemäß Checkliste (Flugprogramm)

1. Erstellung des Geräteprüfscheins und des Kennblattes durch den Fachreferenten Zulassungsverfahren des DMFV
2. III. Abschließender Gebührenbescheid
3. Erteilung der Betriebsgenehmigung für 10 Testflüge (ohne Publikum)
4. Erteilung der endgültigen Betriebsgenehmigung als Abschluss der Musterprüfung, mit Festlegung des Termins für die erste Nachprüfung

Anmerkung:
Technische Änderungen und größere Reparaturen, die die Lufttüchtigkeit beinträchtigen, sind dem Fachreferat Zulassungsverfahren des DMFV mitzuteilen und führen automatisch zur Löschung der Betriebsgenehmigung. Erforderliche Nachweise und Prüfungen  zur Wiedererlangung / Neuerlangung der Betriebsgenehmigung werden durch das Fachreferat für Zulassungsverfahren des DMFV festgelegt.