Ausweis

Durch luftrechtliche Änderungen müssen Modellflieger, die ein Flugmodell über 25 kg und bis zu 150 kg fliegen wollen, ab dem 01.05.2003 einen Ausweis für Steuerer von Flugmodellen besitzen (§ 21 Abs.1, 3. LuftVZO). DMFV und DAeC, die vom Bundesministerium für Verkehr beauftragt sind, die Prüfungen abzunehmen und die Ausweise auszustellen, haben den Prüfungsumfang zum Erwerb des „ Ausweis für Steuerer“ festgelegt.

Die fachlichen Voraussetzungen ergeben sich aus § 115 LuftPersV.

Die Prüfung besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.

Die gesamte Prüfung entfällt für Bewerber um eine Erlaubnis für Steuerer von Flugmodellen mit einer höchstzulässigen Startmasse von über 25 kg und bis zu 150 kg, die eine gültige Erlaubnis für Steuerer von verkehrszulassungspflichtigen Flugmodellen über 150 kg (alte Lizenz) besitzen. In diesem Fall ist ein formloser Antrag an den DMFV mit einer Kopie der gültigen „alten Lizenz“ erforderlich.

Theoretische Prüfung

Die theoretische Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Der Prüfer kann auf den mündlichen Teil verzichten.

Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Bewerber eine gültige Erlaubnis für Luftfahrer besitzt (§ 20 Abs.1, 1., 2., 5.-8. LuftVZO).

Die Prüfungsfragen werden nach Eingang des Antrages durch das Referat Zulassung im DMFV an den Antragsteller verschickt.

In der theoretischen Prüfung hat der Bewerber nachzuweisen, dass er die Themen aus den Stoffgebieten

a) Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherungsvorschriften

b) Haftungs- und Versicherungsvorschriften

c) Meteorologie

d) Technik

in dem jeweils angegebenen Umfang beherrscht.

Die theoretische Prüfung besteht aus insgesamt 30 Fragen, die der Prüfer aus dem Fragenkatalog auswählt. Jede richtig beantwortete Frage wird mit einem Punkt bewertet. Die

Prüfung ist bestanden, wenn mindestens 23 Punkte (= 75%) erreicht sind.

Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung besteht aus zwei bis fünf Flugvorführungen. Der Prüfer bestimmt die Anzahl der Starts bzw. Flüge.

Es können nur solche Startarten oder Flugfiguren gefordert werden, die mit dem zur Verfügung stehenden Flugmodell ausgeführt werden können.

In der praktischen Prüfung hat der Bewerber nachzuweisen, dass er die geforderten Startarten und Flugfiguren beherrscht, soweit die Bauart des Flugmodells dies zulässt.

Der Umfang der bei den einzelnen Startarten und Flugfiguren nachzuweisenden Fähigkeiten wird dem Bewerber durch den Prüfer vor der Prüfung bekannt gegeben.

Die Flugvorführungen müssen mindestens folgende Figuren beinhalten:

  • Start
  • Verfahrenskurve (Geradeausflug gegen den Wind von etwa 10 sec. Dauer, 90o Linkskurve, 270 o Rechtskurve, Geradeausflug mit dem Wind zum Ausgangspunkt)
  • Horizontale Acht
  • Drei Loopings gezogen (Modellabhängig)
  • Drei Rollen (Modellabhängig)
  • Trudeln mit drei vollen Umdrehungen
  • Landeanflug mit einer über dem Landekreis beginnenden Platzrunde
  • Landung in einem Landekreis von 50 m Durchmesser

Die „Lizenz für Flugmodelle über 25 kg und bis zu 150 kg“ wird unbefristet ausgestellt. Das Mindestalter zum Erlangen der Lizenz ist 16 Jahre.
Sie gilt auch als der durch Änderung der LuftVO neu eingeführte Kenntnisnachweis, ebenso unbefristet.

Die Erlaubnis wird in folgenden Kategorien erteilt: Flächenflugmodell, Hubschrauber, Luftschiffe und Heißluftballone

Anträge auf Prüfung und Lizenzausstellung nimmt die Geschäftsstelle des DMFV entgegen. Antragsvordrucke mit der Kostenordnung können herunter geladen werden.

Bonn, im September 2017

Mit freundlichen Grüssen

Ihr DMFV