Tiger Moth v. Klaus Dettmer

Tiger Moth v. Klaus Dettmer

Sie interessieren sich für die Musterzulassung eines Flugmodells von 25 kg bis 150 kg?

Flugmodelle sind Luftfahrzeuge gemäß Luftverkehrsgesetz (LuftVG) § 1 (2) 9., die in Sichtweite des Steuerers ausschließlich zum Zweck des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben werden. Die Unterteilung in Gewichtsklassen ergibt sich aus § 1 (1) 8. (Musterzulassung) und § 6 (1) 8. (Verkehrszulassung) der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO).

Allgemeines

Beauftragung

Der DMFV ist durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemäß § 31c des Luftverkehrsgesetzes i.V.m. § 4a BeauftrVO mit hoheitlichen Aufgaben beauftragt worden zur Wahrnehmung nachfolgender Verwaltungsaufgaben:

  1. Erteilung der Musterzulassung von Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von mehr als 25 kg und bis 150 kg.
  2. Erteilung der Erlaubnis für Steuerer dieser Flugmodelle.
  3. Erteilung der Erlaubnis für die Ausbildung der Steuerer dieser Modelle.
  4. Erhebung von Kosten nach der Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung in der jeweils gültigen Fassung.

Rechts- u. Fachaufsichtsbehörde ist das Luftfahrt-Bundesamt.

Organisatorisch ist die Beauftragung direkt dem Vorstand des DMFV zugeordnet (§3 Abs. 3 Nr. 3 Einwilligungsvertrag).

Zum Thema_Musterzulassung

Bemerkungen:        1) BMVI beauftragt DMFV
2) LBA übt für BMVI Rechts- und Fachaufsicht aus

Gesetzliche Grundlagen

Die Musterzulassung für Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von über 25 Kilogramm wird gem. § 1 Abs. 1 Nr. 8 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO) gefordert.

Nach § 9 Abs. 3 LuftGerPV erfolgen die Musterprüfung und die Stückprüfung für Flugmodelle entsprechend § 1 Abs. 1 Nr. 8 LuftVZO durch eine Prüfung der Übereinstimmung des Luftfahrtgerätes mit den anwendbaren Lufttüchtigkeitsforderungen (LTF). Hierzu hat der Halter vor dem ersten Flug das Luftfahrtgerät der zuständigen Stelle vorzuführen und die Prüfung bescheinigen zu lassen.

Die Lufttüchtigkeitsforderungen für Flächenflugmodelle, Hubschrauber, Heißluftballone und Luftschiffe sind in den NfL II 21/11 – 24/11 festgelegt.

§ 2 LuftVZO bestimmt, dass die Musterzulassung für Flugmodelle bis zur höchstzulässigen Startmasse von 150 Kilogramm von den Beauftragten gem. § 31 c Luft VG erteilt wird.

Die Beauftragung gilt für folgende Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von 25 kg bis 150 kg:

  • Flächenflugmodelle
  • Hubschrauber
  • Luftschiffe
  • Heißluftballone

Nach § 6 Abs. 2 Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung bedürfen Flugmodelle mit einer höchstzulässigen Startmasse von 25 Kilogramm bis 150 Kilogramm keiner Verkehrszulassung, wenn deren Verkehrssicherheit nach der Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät (LuftGerPV) bestätigt ist.

Verfahrensablauf der Musterzulassung (für den Antragsteller)

  1. Formloser Antrag an die DMFV Geschäftsstelle
  2. Zusendung der Antragsunterlagen durch den DMFV, Referat Zulassung.
    Zuweisung der Kennung für das Luftfahrtgerät
  3. Prüfung der Unterlagen nach Rücksendung
  4. Festlegung des Nachweisumfangs und Zusammenstellung der Unterlagen über Angaben und Nachweise
  5. Zusendung der Unterlagen über Angaben und Nachweise zur Musterzulassung an den Antragsteller
  6. Erstellung der Nachweise durch den Antragsteller gemäß Absprache mit dem Prüfer für Zulassungsverfahren beim DMFV
  7. Nach Vorlage und Prüfung der Nachweise => Festlegung des Prüfprogramms und des Prüftermins für die Feststellung der Lufttüchtigkeit in Absprache mit dem Antragsteller (Bodenprüfung / Flugprüfung)
  8. Vorbereitungen zum Erstflug

a.)   Beantragung der Haftpflichtversicherung

b.)   Erwerb des „Ausweises für Steuerer von Flugmodellen“

  1. Durchsicht und Prüfung des Flugbuches / Betriebshandbuches
  2. Durchführung der Abnahme gem. LTF

c.)   Sichtprüfung gemäß Checkliste

d.)   Prüfung des Flugmodells auf Übereinstimmung mit den eingereichten Unterlagen

e.)   Feststellung des Gewichtes / der Einzelgewichte

f.)    Festigkeitsnachweis / Belastungstest

g.)   Kontrolle des Versicherungsnachweises,  Ausweis für Steuerer

h.)   Durchführung der Schallmessung

i.)    Abnahmeflüge gemäß Checkliste (Flugprogramm)

  1. Erstellung des Betriebshandbuches und Ausstellung des Geräteprüfscheins durch das Referat Zulassung im DMFV
  2. Versandt des Betriebshandbuches inkl. Geräteprüfschein und Gebührenbescheid an den Antragsteller
  3. Erteilung der Betriebsgenehmigung für 10 Testflüge (ohne Publikum)
  4. Erteilung der endgültigen Betriebsgenehmigung als Abschluss der Musterprüfung, mit Festlegung des Termins für die erste Nachprüfung (§ 13 Abs.3 LuftGerPV).

Anmerkung: Technische Änderungen und größere Reparaturen, die die Lufttüchtigkeit beinträchtigen, sind dem Referat Zulassung im DMFV unmittelbar mitzuteilen und führen automatisch zur Löschung der Betriebsgenehmigung. Erforderliche Nachweise und Prüfungen  zur Wiedererlangung / Neuerlangung der Betriebsgenehmigung werden durch das Referat Zulassung im DMFV festgelegt.

Bonn, im Februar 2015
Mit freundlichen Grüßen
Ihr DMFV